Weiter geht’s in die Zukunft +21h

Nach drei letzten, sehr heißen und etwas zähen Tagen hat mein Stündlein nun geschlagen und ich verlasse die Insel Rangiroa und damit quasi auch Französisch Polynesien.

Letzter Sonnenaufgang aus dem Fenster
Au revoir Pension Chez Olga

Zwar mache ich nochmal eine Nacht Zwischenstopp auf Tahiti (auf Fakarava haben wir auch nochmal gestoppt. Habe gewunken.) aber dann geht es auch schon ins nächste Abenteuer(land) Australien, wo mein Alltag vermutlich ganz anders aussehen wird.

Polynesische Vielfalt

Mein Resumée zu Polynesien: Natürlich erhebe ich keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder absoluter Wahrheit, da ich lediglich nur einen kleinen subjektiven Einblick erhalten konnte, der an meine Erlebnisse gekoppelt ist. Und das auch „nur“ im Sommer = Nebensaison + Regenzeit. So jemand wie Dieter, der schon Jahrzehnte hier Urlaub macht, hat vermutlich noch andere Dinge zu berichten (oder zu berichtigen🙃)

Grundsätzlich ticken die Uhren sicherlich erheblich langsamer als bei uns in Deutschland, es herrscht weitaus mehr Gelassenheit, Freundlichkeit und das Wetter spielt natürlich auch eine große Rolle. Für mich am spannendsten ist jedoch der Vergleich zwischen den Cook-Inseln und Französisch Polynesien. (Andere südpazifische Inselstaaten hab ich auf dieser Reise ja auch nicht besucht.)

Ersteinmal spürt man natürlich den französischen, bzw. neuseeländisch-britischen Einschlag. Ob Verkehrsrichtung, Sprache, Steckdosen oder Lebensmittel. Das macht schonmal einen Unterschied. Aber grundsätzlich habe ich besonders die Atmosphäre beider Länder etwas unterschiedlich erlebt.

Probleme solch kleiner Inseln sind die gleichen. Ob Ressourcen, Müllentsorgung, Alkoholismus, Fahrzeuge, Kindesmisbrauch, etc. oder alle Bedingungen, die Tourismus mit sich bringt.

Dennoch habe ich die Cook-Inseln als etwas „unverbrauchter“ und traditioneller erlebt. Schade, dass ich mir in Frz. Polynesien nicht noch die Marquesas anschauen konnte, die gelten auch als sehr ursprünglich (Steht jetzt auf meiner Reise-Liste). Leider kostet der Flug dorthin aus Tahiti nochmal 700-800 €. Das war mir für einen spontanen Trip zu teuer…auch, wenn ich jetzt schonmal hier in der Region bin.🤷‍♀️

Für mich als Touri hatte man auf den Cooks ein bisschen mehr das exotische Gefühl von „Polynesien“, mit den ständigen Blumenketten, Blütenkränzen und Kleidern. Auch die Freundlichkeit, bzw. Hilfsbereitschaft war unbeschreiblich (auch wenn ich weiß, dass Einwanderer eher gemobbt werden und dass nicht alles Gold ist, was glänzt).

Aufgrund der englischen Sprache und der Nähe zum beliebten (Kids-)Reiseland Neuseeland hatte ich den Eindruck, dass man dort weitaus mehr andere Nationalitäten antrifft als in Französisch Polynesien. In Letzterem tummeln sich eher viele Franzosen, die natürlich sprachlich nicht so gehandicapt sind, wie „wir“ und wo aufgrund vieler bekannter Namen, wie Tahiti, Moorea und Bora Bora noch stärker Inselhopping betrieben wird (Wer von Euch hat denn schon viel von Rarotonga oder – wenn nicht gerade durchs Kiten – von Aitutaki gehört?)

Nicht, dass ich irgendwelche Probleme gehabt hätte. Mein erweitertes Schulfranzösisch hat gereicht, ein Übriges tut der Mut einfach lachend drauf los zu quatschen. Man muss sich nur trauen😝 Egal was für ein Kauderwelsch man produziert. Und nach dem ersten französischen Tauchbriefing hat man das auch drauf oder fragt einfach doppelt nach🙃. (Bien plongée!) Einfach machen!

Letzter Blick auf Tahiti

Ich sage jedenfalls erstmal „Mauruuru e aroha Polynesia“ – Danke und Aufwiedersehen Polynesien!

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