„Sonjas Organics“ steht auf dem Schild an der Straße, dass jedes Jahr immer noch viele Touristen/Segler anzieht,
die entweder von ihrem (ehemaligen) Restaurant gehört oder gelesen haben oder die einfach Obst & Gemüse kaufen möchten.

Ich dachte mir heute berichte ich mal von Sonjas Garten und Obst.

Inzwischen verkauft Sonja eher nur noch an die Supermärkte oder Resorts und jetzt gerade ist eh nicht so viel im Angebot, außer Maracuja, Bananen (gelbe und rote), Sternfrüchte (seit dieser Woche), ein paar Avocados und Auberginen. Auch der eine oder andere Kürbis ist mal dabei. Süßkartoffel wächst wie Unkraut, Ingwer, Kurkuma, Spinat und Bohnen treiben gerade erst aus. Tomaten, Erdbeeren, Paprika, Mandeln, Chili und Zitronen sind noch nicht reif. Drachenfrucht und Wein tragen gerade keine Früchte… Weiß Gott was sie sonst noch alles angepflanzt hat.

Grundsätzlich wächst dort noch einiges anderes, so dass ich mir z.B. nach der „Arbeit“ einen Teller mit „Garlic onions“ (eine Art Frühlingszwiebel mit Knoblauchgeschmack?), verschiedene Basilikumarten, Oregano, Chili und ein parr Rukolablätter zusammenstellen durfte.

Mama Mareiti hat beim Abendessen ganz schön gestaunt, dass eine Nudelsauce auch anders schmecken kann als Ketchup🤣
Sternfrüchte, die ich noch nie vom Baum geerntet habe, waren auf einmal zwei Körbe voll reif. Doch es scheint nicht einfach zu sein Obst zu verkaufen, sobald auch nur ein kleiner Makel zu sehen ist. „Die Leute reden dann..“, sagt Sonja. Ich hab dann einen Schwung „Mangelware“ mit zu Mama Mareiti genommen, die das Zeug schon (über ihr Netzwerk) an den Mann bringt, bevor es weggeworfen werden muss.

Zu meiner großen Freude hat Sonja auch einen Pomelo-Busch, an dem schon sehr viele schwere Früchte hängen. Eine meiner Lieblingsfrüchte, von denen sogar eine schon reif war und ich probieren durfte.


Köstlich! Und die Blüten duften wie eine Mischung aus Flieder und Maiglöckchen.

Ansonsten ist Gartenarbeit hier jetzt im Sommer natürlich gnadenlos heiß und man muss die Beete vor Sonne und Hühnern schützen. I.d.R. mit Kokosschalen, Palmzweigen und Sägespänen.
Als Rankhilfen dienen alte Bambumszweige und die Wege sind mit Plastikfolie bedeckt, die immer wieder mit alten Pappkartons belegt werden.
Obst und Gemüse sieht manchmal echt schrumpelig oder gammelig aus – siehe hier z.B. die Zitronen aber passt wohl.

Ich habe von dem Teller seit langem mal wieder Zimtapfel/Cherimoya gegessen, auch lecker.
Erdnussbutter-Baum – Nee, is klar!
Hat jemand von Euch schonmal vom Erdnussbutter-Baum gehört?? Ich dachte die wollen mich doch veräppeln.

Aber nein. Scheint es wirklich zu geben und erinnert tatsächlich an Erdnussbutter. Wenn auch nicht so salzig und intensiv.
Erdbeer-Baum
Auch davon hab ich vorher noch nie gehört.
Kirschgroß, riecht intensiv wie (künstliches) Erdbeer-Wassereis, schmecht aber eher etwas „laffi“. Kann man essen… komisch.. im Netz sehen die Früchte anders aus… naja. Egal. Ich lebe noch. 😆
Besuchervolk

Zu guter Letzt hatten wir noch viertägige Besucher im Amuri Guesthouse. Der Himmel verdunkelte sich und plötzlich waren sie da. (Mama Mareiti hat mich sogar um Rat gefragt.) Aber hat ihnen scheinbar nicht gefallen, denn sie zogen weiter.
Aber Besucher gibt es ständig😉









