Nach 40 Minuten Flugzeit bin ich gut auf Rangiroa angekommen.
Rangiroa ist das größte Atoll des Tuamotu-Archipels in Französisch-Polynesien. Die Insel ist mit ihren 1.446 km² etwas größer als Fakarava und wirkt auch gleich weniger „heimelig“ auf mich.
Der Start auf der neuen Insel verlief auch etwas holperig, denn am Flughafen angekommen erwartete mich niemand. Ich hatte eigentlich einen Transfer angefragt und war dann ganz dankbar, als ein Taxifahrer mich ansprach und mir erklärte, dass meine Herrbergsmutti ihn normalerweise beauftragen würde. Hm, nun ja…hatte sie wohl vergessen..
Da der Flughafen aber außer zu den Bring- und Abholzeiten völlig vereinsamt ist, habe ich dann das Angebot des Taxifahrers angenommen und bin mit ihm und seinen Gästen mitgefahren.
An meiner Unterkunft angekommen war dort auch erstmal niemand zu sehen. Hilfe, dachte ich…was ist denn nun los?
Dann kam aber ein junger Mann um die Ecke, Arnault, der sich als derzeit zuständiger Whoofer* herausstellte und mir alles zeigte. Von einem Flughafentransfer wüsste er nichts und Cindy, die Herrbergsmutti sei erst Samstag wieder da.

Wie schon vorher im Internet gelesen ist die Küche sehr spärlich ausgestattet, die Unterkunft ist sehr einfach und abgerockt aber was will man erwarten, wenn man günstig bucht? Das war der Grund, warum ich meine Buchung auch nachräglich nochmal geändert hatte und in 7 Tagen die Pension wechsele.

Etwas geschockt war ich jedoch als ich mein Zimmer betrat und mir neben Hitze auch noch gefühlt 1.00000 Mücken entgegen kamen. Im Fensternetz klaffte ein faustgroßes Loch und ein Moskitonetz über dem Bett gab es nicht. Und das, wo die Mücken in Französisch Polynesien so agro sind.😱

Hätte ich doch mal lieber mein Moskitonetz mitgeschleppt, meldete sich mein Dengue-Gewissen. Aber mein Koffer war leider dank Kite-Equipment mit 24 kg am Anschlag und es musste zu Hause bleiben.
Hilft alles nichts dachte ich mir, hab den Ventilator angeschmissen, meine Gardine behelfsmäßig in das Loch gestopft, zwei Räucherspiralen angezündet (die schleppe ich mit mir rum😉) und gehofft die Nacht zu überstehen.
Zum Glück sind die Biester nicht nachtaktiv, so dass ich meine Ruhe hatte. Geschlafen hab ich trotzdem sehr schlecht.
Der Pumpengenerator springt öfter mal neben meinem Fenster an und die neue Umgebung kam auch dazu. Was vermisste ich doch mein Zelt auf Fakarava😪🤷♀️🥰.
Heute, am ersten Tag erstmal nen Supermarkt gesucht. (Mückennetz und/oder Klebeband gab es nicht). Auswahl an Lebensmitteln ist etwas größer und Preise sind etwas niedriger als auf Fakarava.
Werde diese Woche dann eher von Baguette mit Belag, kalter Küche und dem einen oder anderen Imbiss leben. Wasser wäre noch schön gewesen aber der Spender ist derzeit leer🙄.

Mach ich halt mal das Beste draus… Morgen ist schonmal ein Tauchgang geplant und ein Fahrrad bekomm ich mir sicherlich auch organisiert.
Hier ein paar erste (schöne) Eindrücke:









