Homestay auf Nanuya Lailai

Vor zwei Tagen habe ich mich per Fähre auf den Weg gemacht doch noch die nördlichen Inseln der Fidschi, die Yasawas, zu besuchen.

D.h. ich habe kein Ticket für ein Inselhopping gebucht, sondern mich auf einer kleineren Insel mit einem Familien’resort‘ einquartiert. Wollte aber auf einer Nachbarinsel tauchen gehen…

4. Station: Nanuya island

Die Überfahrt nach Nanuya Lailai dauerte 4 Stunden mit Stopps an allen vorgelagerten Inseln. Preise für die Fähre liegen zw. 120 und 180 F$ (50-75€)

Schon auf der Fähre gab es das nächste Erlebnis. Ich unterhielt mich gerade mit einer anderen Deutschen, die zufällig auch ins „Sunrise Lagoon Homestay“ wollte, als wir den nächsten Stopp anliefen. Um mich zu versichern, dass wir am übernächsten Halt rausmüssen, ging ich unter Deck und sprach ein Crewmitglied an. Zu meiner Überraschung sah ich zufällig, dass man gerade meinen Rucksack zum Ausladen bereit stellte (er ist recht auffällig). Ich konnte also ZUM GLÜCK verhindern, dass mein Gepäck wieder ‚verloren‘ ging. 🙂 Das hätte mir jetzt auch gefehlt!

Schnell berichtete ich meiner Mitreisenden von meinem Fund, worauf hin sie sich auf die Suche nach ihrem Koffer machte. Leider ohne Erfolg. Ihr Gepäck hatte man auf irgend einer anderen Insel ausgeladen.

Von meinem eigenen Gepäckverlust hatte ich noch ein Notfallpaket mit Zahnbürste, welches ich ihr überlassen konnte. Und auch noch das eine oder andere konnte ich ihr leihen, so dass sie nicht ganz ohne irgendwas da stand. Auf jedenfalls haben wir uns beide gefreut das Ganze gemeinsam durch zu stehen.

Das Homestay war sehr, sehr einfach aber nach deutschen Standards wohl kaum zu bewerten. Man gibt sich Mühe aber eben nach Fidschi-Art. Die meisten Familienmitglieder waren nur am Rande present und etwas anstrengend war das Familienoberhaupt, der Opa, der wie eine Glucke sein Reich bewachte und oft im Befehlston rumkommandierte. Auch die Gäste! „Come to the table, we will talk!“ Die Frauen saßen grundsätzlich nicht mit uns am Tisch. Er hat mir einen neuen Namen verpasst: „Mothermilk“ und amüsierte sich ständig königlich darüber. (Wie es dazu kam wäre an dieser Stelle zu lang).

Warmes Wasser gab es nicht, Strom nur zwischen 7 und 9 auf der Veranda und zum Essen (Fidschi-Hausmannskost) wurde um 8 und um 19 Uhr ausgerufen. Das Dormitory war auch sehr einfach aber immerhin mit Moskitonetzen ausgestattet.

Der Aufenthalt dort war sehr ruhig und erholsam und ich habe sehr das morgendliche Schwimmen vor dem Frühstück genossen. Der Sonnenaufgang war ein „Muss“, ebenso wie der atemberaubende Sternenhimmel bei Nacht. Und der ‚berühmte‘ Strand aus dem gleichnamigen Film „Blue Lagoon“ war einen 15 minütigen Spaziergang wert. 😉

14,50 € hat mich dort die Ü/F gekostet, was für die Inseln ein Megapreis ist. Und für das höherpreisige Zimmer hätten Strom und warmes Wasser auch gefehlt. 🙂 Abendessen 15$.

Auch das Tauchen auf der Nachbarinsel hat sich mit 120€ für einen Dppeltauchgang inkl. Inseltransfer und Leihausrüstung mehr als gelohnt. Mega Sichtweite, tolle Unterwasserlandschaften mit tollen und lebenden Korallen und Unmengen an Fischen und sonstigem Getier. Einfach wie im Aquarium! Definitiv zwei meiner bisher schönsten Tauchgänge!!

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3 Antworten auf „Homestay auf Nanuya Lailai“

  1. Hallo Hasifrett,

    die Mühe nach Fidschi-Art hört sich nach steten Bemühungen à la Wa (gaaanz nordwestlich in Ghana) an. Was man uns als „sehr einfaches Hotel“ verkauft hat, hatte Betten. Ja, ok. Und eine Dusche. Aber kein Wasser. You know, the water pressure is too low. Ja, und jetzt? Here is a bucket. Also Coldwater-Bucket-Challenge. Aber es hatte gaaanz viel Ambiente. Draußen, unterm Sternenhimmel. Und am nächsten Tag eine Audienz beim König. Wo haste das auch sonst?! Dass man einfach mal bei Königs vorbeispazieren kann und der Royal auch noch Zeit für Besuch hat.

    In diesem Sinn – genieß die Welt. #Neid

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    1. Hey,
      hab an dich gedacht. 😀
      „Aber kein Wasser. You know, the water pressure is too low.“ Ha, ha, ha…das ist ja auch geil… aber so ist das eben… man muss einfach entspannt bleiben und eine Lösung finden… wenn auch eine einfache. 😀 Mc Gyver BS 😀
      Hoffe Deine Reise war/ist sonst super.
      Ich erlebe ständig was und bin gespannt was noch kommt…
      LG nach Hause und an die Kollegen.

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